PANFOTO

PANFOTO ist 1964 von Günter Zint als Agentur für Musikfotografie gegründet worden. Hauptaufgabe waren Musikerportraits, Schallplattenhüllen, Autogrammkarten und Reportagen aus dem Musik- und Jugendkulturbereich. Zint arbeitete damals auch als Fotoreporter für die Zeitschrift „O.K.“ die 1966 mit der BRAVO zusammengelegt wurde. Mit der zunehmenden Politisierung der Jugend (APO Außerparlamentarische Opposition) verlagerte sich der Schwerpunkt auf politische Themen. Zint wohnte damals in der APO-PRESS Kommune in der auch Günter Wallraff, Henrik Broder, Ulrike Meinhof, Karl-Heiz Roth und viele andere Aktivisten aus der linken Szene verkehrten. Ab 1967 arbeitete Zint auch für den SPIEGEL. Einige Jahre war er mit einem Werkleistungsvertrag an den Verlag gebunden. 1968 gründete Zint während eines langen Krankenhausaufenthaltes aus Langeweile eine Gegenboulevard-Zeitung mit dem Namen ST.PAULI NACHRICHTEN die mit Autoren wie Stefan Aust, Henrik Broder, Peter Dahl innerhalb eines Jahres auf eine Auflage von 1,2 Millionen Exemplaren hochschoss. Nachdem diese Zeitung aber mehr und mehr zu einem Sexblatt mutierte, verkaufte Zint seine Anteile 1971 an seinen Kompagnon Helmut Rosenberg, der nach zwei Jahren in Konkurs ging. Ende der siebziger Jahre kamen Marily Stroux, Gaby Schmidt, Hinrich Schultze und Jutta Stadach zu PANFOTO. Inge Kramer übernahm die undankbare Rolle der Geschäftsführerin des chaotischen Betriebes, der mehr als einmal knapp vor dem Ruin stand. Über diese Zeit gibt es noch ein interessantes Buch „Wie führe ich eine alternative Firma – in den Ruin“ (siehe Shop). In den frühen achtziger Jahren entstanden einige Bücher zu dem Themenbereich Umweltzerstörung und Atomproblematik. GEGEN DEN ATOMSTAAT bei 2001 erreichte mit 25 Auflagen fast eine halbe Million Exemplare. Auch andere Bücher erreichten hohe Auflagen. Inzwischen hat PANFOTO zu fast 1000 Büchern Fotos geliefert. Günter Zint zeichnet alleine für 66 Bücher als Autor oder Herausgeber verantwortlich. PANFOTO führt auch das umfangreiche Bildarchiv von Günter Wallraff und verwaltet inzwischen 15 Fotografennachlässe. Darunter so bedeutende Archive wie: GERMIN, SCHORER, ANDRES, BIEBER und HARTZ.

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